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      Sportmentaltraining

      Für Spitzenleistungen braucht es neben der körperlichen Performance sowie technischen Fähigkeiten mentale Stärke und effektive Strategien. Ein Sportler muss in der Lage sein, zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt sein volles Leistungspotential abzurufen, um erfolgreich zu sein. Für den sportlich physischen Performance-Bereich sind ausgebildete Trainer zuständig. Wir coachen mit dem Sportmentaltraining den mentalen Bereich. 

      Wir arbeiten im Leistungsbereich mit wirksamen Interventionen. Als Grundsatz gilt: So kurz wie möglich, aber auch so lange wie nötig. Meist sind wenige Sessions ausreichend, um ein Ziel zu erreichen. Sportler*innen, welche über Jahre begleitet werden, nutzen das Sportmentaltraining dann, wenn sie es konkret brauchen oder um spezifisch neue Ziele zu erreichen (bspw. Wettkampfvorbereitung). 

      Im Mentaltraining lernen die Athleten sich selbst zu managen und die gemeinsam erarbeiteten Techniken eigenständig anzuwenden. Durch die Auflösung von Ängsten und Blockaden sowie der Etablierung von Erfolgsstrategien werden die Leistungen gesteigert und in Wettkampfsituationen das volle Potential ausgeschöpft.

      Ziel des Sportmentaltrainings ist es, durch die Elimination von Blockaden sowie der Erarbeitung von Erfolgsstrategien die Leistungen zu steigern und in Wettkampfsituationen das volle Potential ausschöpfen zu können.”

      Wie funktioniert Mentaltraining im Sport?

      Es ist bekannt, dass der Kopf beim Sport eine wichtige Rolle spielt. So hört man oft Sätze wie ‚Die letzten 10% passieren im Kopf‘ oder auch ‚Der Sieg im Golf entscheidet sich zwischen den Ohren.‘. Ebenfalls kennen und sehen wir alle die vielen ‚Ticks‘ bei den Tennisspieler, welche also solche gar keine sind, sondern mentale Anker. Bei den Weltbesten entscheidet sogar zu etwa 90 Prozent der Kopf über Erfolg oder Misserfolg. Doch weshalb ist das so? Weshalb ist mentales Training im Sport so wichtig und was können Athleten damit bewirken?

      Methoden im Sportmentaltraining

      Visualisierungstechniken

      Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen einer realen Handlung und der Vorstellung. Das heisst, dass während des mentalen Trainings im Gehirn dieselben Regionen aktiv sind wie beim echten Training. Diesen Effekt machen wir uns beim Mentaltraining zunutze, indem Abläufe in der Vorstellung immer wieder wiederholt werden, ohne diese tatsächlich körperlich auszuführen. Man kann dies unter Visualisierungstechniken zusammenfassen.

      Mentale Anker setzen

      Mentale Anker werden gesetzt, indem man einerseits positive Erlebnisse und Erfolge verankert oder sich Anker für gewisse Abläufe setzt. Als Ankern bezeichnet man also Vorgang des bewusst herbeigeführten Verbindens eines bestimmten Reizes mit einer bestimmten Reaktion. Einmal gesetzt, kann dieser Anker beliebig abgerufen werden, was insbesondere in Wettkampfssituationen zum Zug kommt. Ziel ist es ein bestimmtes Gefühl, ein Ablauf oder eine Reaktion auf Knopfdruck herbeizuführen.

      Suggestionen

      Suggestionen sind positive Sätze, welche Athleten dabei unterstützen, sich auf ein Ziel zu fokussieren. Über Wiederholungen wird so das Unterbewusstsein konditioniert.

      Unsere Sportmentaltrainer vermitteln Ihnen die wichtigen Prinzipien des mentalen Trainings und passende Mentaltrainingsübungen.

      Ab einem gewissen Level im Profisport entscheidet zu etwa 90 Prozent der Kopf.“

      Viviane Scherler, Sportpsychologin & Co-Präsidentin Swiss Association of Sport Psychology

      Themen im Sportmentaltraining

      • Erarbeiten von Erfolgsstrategien
      • Visualisierungen
      • mentale Verankerung von Bewegungsabläufen
      • Umgang mit Drucksituationen und Nervosität
      • Umgang mit Provokationen in Sportarten mit direkten Gegnern im 1:1 (bspw. Tennis, Boxen, Fussball)
      • Wettkampfvorbereitung
      • Regeneration, Schlaf, Stressreduktion (HRV-Analysen)
      • Rückkehr nach Sportverletzungen
      • Umgang mit Niederlagen
      • Umgang mit Ängsten & Abbau von Ängsten 
      • Blockaden lösen
      • Schmerzmanagement

      Sportarten

      • Mentaltraining Golf
      • Mentaltraining Tennis
      • Mentaltraining Laufen
      • Mentaltraining Triathlon
      • Mentaltraining Fussball
      • Mentaltraining Volleyball
      • Mentaltraining für Reiter
      • Mentaltraining Schiessen

      Ablauf Sportmentaltraining

      • Erstgespräch: Analyse der Gesamtsituation und Zielsetzung
      • Durchführung Mentalcoaching; die Anzahl der Sessions richtet sich nach dem Coachingziel
      • auf Wunsch Einsatz einer HRV-Analyse
      • Prüfen der Fortschritte

      Sie können Ihren Termin für das Sportmentaltraining Online oder vor Ort buchen.


      “At first, I was against it,” he recalled, “because, as the stereotype goes, I thought that I was not ‘that kind’ of weak person. And I discovered a totally new world for me. It changed my life. You have a fitness coach that trains you and makes your body look good. You can do it with your mind, too. My mental coach made me realize that the more pressure there is, the calmer I get.”

      Wladimir Klitschko, heavyweight boxing champion[1]


      [1] https://carinisabelknoop.medium.com/what-a-slug-and-a-heavyweight-champion-can-teach-us-about-reinvention-and-post-traumatic-6e12fb4a13b9

      Häufig gestellte Fragen

      Wie unterscheidet sich Mentaltraining im Fussball von anderen Sportarten?

      Fussball ist eine hochdynamische Teamsportart, in der mentale Stärke auf mehreren Ebenen gleichzeitig gefragt ist: im direkten Zweikampf, in der Teamkommunikation und in Drucksituationen wie dem Penaltyschiessen. Mentaltraining im Fussball hilft dir, auch nach Fehlern oder Gegentoren sofort wieder fokussiert zu sein, Spielszenen im Kopf durchzuspielen und in entscheidenden Momenten ruhig zu bleiben. Wer mental stark ist, kann seine Leistung unabhängig von äusseren Umständen abrufen — und genau das ist das Ziel des Sportmentaltrainings.

      Warum ist Mentaltraining im Tennis besonders wichtig — und was steckt hinter den Ritualen der Profis?

      Tennis gehört zu den mentalintensivsten Sportarten überhaupt. Rund 70–80 % der Zeit in einem Match verbringen Spielende damit, zu warten und sich auf die nächste Aktion vorzubereiten — das ist viel Zeit für den Kopf, und sie lässt sich gezielt nutzen. Die bekannten Rituale der Profis im Mentaltraining Tennis — Rafael Nadal, der seine Flaschen penibel ausrichtet; Tennisspieler:innen, die zwischen den Punkten immer dieselben Handgriffe machen — sind keine Eigenheiten, sondern trainierte mentale Anker. Sie helfen dabei, nach einem Fehler sofort wieder in den Fokus zu finden, Nervosität zu regulieren und im entscheidenden Moment das beste Tennis abzurufen. Im Sportmentaltraining lernt man, solche Anker bewusst aufzubauen und einzusetzen.

      Was bringt Mentaltraining im Golf konkret, und was meint man mit „der Sieg entscheidet sich zwischen den Ohren“?

      Diese Redewendung ist im Golfsport weit verbreitet, und sie beschreibt etwas Reales: Golf ist eine Sportart ohne direkten Gegnerkontakt, in der die grösste Herausforderung oft der eigene Kopf ist. Ein einziger schlechter Schlag kann das Gedankenkarussell in Gang setzen — und die folgenden Schläge beeinflussen. Mentaltraining im Golf arbeitet gezielt an der Fähigkeit, einen Fehler loszulassen, die Konzentration über eine ganze Runde aufrechtzuerhalten und unter Druck auf den erlernten Bewegungsablauf zu vertrauen. Techniken wie Visualisierung und Suggestionen helfen Golfer:innen, konstant auf ihrem tatsächlichen Niveau zu performen — nicht nur dann, wenn es gut läuft.

      Kann Mentaltraining beim Schwimmen wirklich einen Unterschied machen?

      Ja, und gerade im Schwimmen ist es besonders relevant. Beim Mentaltraining im Schwimmen geht es unter anderem um die Zeit hinter dem Startblock: der Puls rast, die Anspannung steigt, und in Hundertstelsekunden entscheidet sich die Positionierung. Wer eine klare Wettkampfroutine hat — wann man in die Halle kommt, wie man sich einschwingt, was man vor dem Start denkt —, schafft Sicherheit und gibt dem Kopf eine bekannte Struktur. Dazu kommt die mentale Verankerung von Bewegungsabläufen wie Starttechnik oder Bahnwende: Da im Schwimmen oft Hundertstel Sekunden entscheiden, kann mentales Training diese Abläufe festigen, ohne sie körperlich ausführen zu müssen — weil das Gehirn nicht zwischen realer Handlung und Vorstellung unterscheidet.

      Mentaltraining Boxen: Warum ist emotionale Kontrolle im Ring entscheidend?

      Boxen wird oft als rein körperliche Sportart wahrgenommen — aber wer boxt, weiss: Es ist eine hochkognitive Disziplin, die taktisches Denken, Reaktionsschnelligkeit und emotionale Kontrolle erfordert. Studien zeigen, dass das emotionale Profil vor einem Kampf so aussagekräftig ist, dass Gewinner:innen und Verlierer:innen damit mit sehr hoher Genauigkeit vorhergesagt werden können. Wut und unkontrollierte Reaktionen nach einem Gegentreffer führen zu Fehlern; erfolgreiche Boxer:innen lernen, einen Zustand zu erreichen, der Erregung und Ruhe gleichzeitig vereint. Mentaltraining im Boxen arbeitet mit Atemtechniken, Visualisierungen des Kampfablaufs und gezielter Emotionsregulation — damit du im Ring nicht von deinen Impulsen gesteuert wirst, sondern du deine Impulse steuerst.

      Ab wann lohnt sich Sportmentaltraining, nur für Profis oder auch für Hobbyathlet:innen?

      Es gibt kein „zu früh“ und kein „nur für Profis“. Sportmentaltraining ist für Hobbyathlet:innen genauso wirksam wie für Leistungssportler:innen. Wer mental stark ist, kann Rückschläge schneller verarbeiten, sich besser fokussieren und in Drucksituationen ruhig bleiben, das gilt auf jedem Niveau. Laut dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft gaben über 70 % der geförderten Kaderathlet:innen in Deutschland an, regelmässig psychologische Unterstützung zu nutzen, Tendenz steigend. Gleichzeitig profitieren auch Freizeitsportler:innen, die beispielsweise mit Nervosität, Blockaden nach Verletzungen oder fehlender Wettkampffreude zu kämpfen haben. Auch in der Schweiz ist Sportmentaltraining längst im Leistungs- und Nachwuchssport angekommen. Swiss Olympic sowie die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen (EHSM) betonen seit längerem die zentrale Bedeutung mentaler Stärke für Leistung, Regeneration und Gesundheit.

      Wie viele Sessions braucht man, um Ergebnisse zu sehen?

      Das hängt vom Ziel ab, und davon, wie spezifisch es ist. In vielen Fällen reichen bereits wenige Sessions, um konkrete Techniken zu erlernen und erste Fortschritte zu spüren. Das Sportmentaltraining bei MyMentalCoach folgt dem Grundsatz: so kurz wie nötig, so lang wie sinnvoll. Viele Athlet:innen kommen nicht dauerhaft, sondern dann, wenn sie es konkret brauchen — etwa zur Wettkampfvorbereitung oder nach einer Verletzung. Das erlernte Werkzeug — Visualisierungen, mentale Anker, Suggestionen — bleibt und lässt sich dauerhaft eigenständig anwenden. Für Spitzensportler:innen macht es aber oft durchaus Sinn, sich für längerfristige Programme einzuschreiben, um den mentalen Erfolg nicht nur punktuell, sondern durch kontinuierliches Mentaltraining langfristig in den Trainingsalltag zu integrieren.

      Was ist der Unterschied zwischen Sportmentaltraining und Sportpsychologie?

      Die beiden Bereiche überschneiden sich, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte. Sportpsychologie ist ein akademisches Fachgebiet, das sich mit wissenschaftlicher Grundlagenforschung und — in klinischen Kontexten — auch mit psychischen Erkrankungen befasst. Sportmentaltraining ist die praxisorientierte Anwendung: Es geht darum, konkrete mentale Techniken zu erarbeiten, die du eigenständig im Training und im Wettkampf einsetzen kannst. Der Fokus liegt auf Leistungsoptimierung, nicht auf Therapie. Beide Bereiche können sich sinnvoll ergänzen, haben aber unterschiedliche Zugänge und Ziele.